/ gedanke

Durch den Blätterregen

Mir ist kalt. Ich sitze am Fenster, in meinem Zimmer, starre nach draußen, wo der Nebel über die Felder kriecht. Es regnet. Die Vögel klagen draußen, singen Trauerlieder. Ich kann sie hören, sie singen nur für mich.

Jemand sitzt neben mir. Sie berührt meine Schulter, mit warmen Fingern. Als sie mich loslässt, kann ich fühlen, wie die Welt ins Stocken gerät, langsamer wird. Als sie still steht, fange ich an zu schluchzen, den Kopf in den Händen sitze ich da und weine bitterlich.

Die Vögel singen noch immer, die Bäume geben melodische Seufzer von sich, der Bach vor meinem Fenster plätschert traurig. Und als die Welt rumpelnd wieder zur Bewegung ansetzt, sind meine Augen leer.